Vortrag
Donnerstag, 24. Juni 2010, 19.30 Uhr
Das Urkundenwesen der Reichsäbte von Fulda
Referent: Dennis Majewski M.A.
Die Reichsabtei Fulda, die „Lieblingsgründung des
heiligen Bonifatius“, und ihre Geschichte waren im Laufe
der Zeit immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen.
Der Vortrag versucht einen Einblick zu geben in das Selbstverständnis
und die Ausdrucksformen der Äbte Fuldas, die trotz zahlreicher
Rückschläge es stets gewußt haben, die Beziehungen
zum Reichsoberhaupt zu nutzen. In wie weit dabei das Urkundenwesen
der Äbte einen Beitrag geleistet hat, soll durch den Vortrag
beleuchtet werden. Der zeitliche Rahmen des Vortrags spannt sich
von der Verleihung des Primates durch Papst Johannes XIII. im
Jahre 969 über die Rangstreitigkeiten in Goslar und über
die „Bestätigung“ des Erzkanzleramtes 1356 bis
in die Zeit Johanns II. von Schleusingen 1507/13.
Zunächst werden die Grundlagen und der Forschungsstand
des Themas skizziert, sowie ein Überblick über die
Urkundenüberlieferung gegeben. Daran anschließend
wird die Stellung der Reichsäbte im mittelalterlichen Reich
und der Auf- und Ausbau, sowie die Verteidigung ihrer Vorrechte
und Privilegien beleuchtet. Zentrales Thema sind die Urkunden
der Fuldischen Äbte und ihre Entstehung. Dabei wird insbesondere
auch auf das Kanzlei- und Siegelwesen näher eingegangen
werden.

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